Ist Bergbau gefährlich?

Laut Expertenquellen des Bureau of Labor Statistics (BLS) war der Bergbau bis 2001 der gefährlichste Wirtschaftszweig für Arbeitnehmer. Mit 23,5 Todesfällen pro 100.000 Arbeitnehmer übertrafen Bergbaustandorte die industrielle Fischerei, Forstwirtschaft und Landwirtschaft. Um zu zeigen, wie hoch die Zahl ist, betrachten wir die Baubranche. Obwohl die Arbeitsvermittlung von vielen als gefährlich angesehen wird, gibt es nur 12,2 Todesfälle pro 100.000 Bauarbeiter, was etwa der Hälfte der gemeldeten Todesfälle im Bergbau entspricht.

Seit 2001 ist die Zahl der Todesfälle im Bergbau sukzessive rückläufig. Die US-Mine Safety and Health Administration (MSHA) meldet nun, dass der Bergbau auf der Liste der gefährlichen Berufe deutlich zurückgegangen ist. Taxifahrer, Dachdecker und Piloten stehen mittlerweile über dem Bergbau. Die Änderung ist in erster Linie auf die Bemühungen der Industrie zurückzuführen, Explosionsgefahren zu verringern und die Luftqualität zu verbessern. Auch Verbesserungen bei der Ausrüstung und den Verfahren haben einen großen Unterschied gemacht. Insgesamt hat sich die Verletzungsrate nahezu halbiert.

Die Zahl der Todesopfer variiert je nach Land. In den USA ist sie je nach Bundesstaat entweder stagniert oder rückläufig. In anderen Ländern wie China ist die Zahl der Todesfälle deutlich höher. Im Jahr 2004 starben in den Vereinigten Staaten 28 Menschen bei Berufen im Bergbau; in China waren es 6.027. Tatsächlich sind 80 Prozent aller bergbaubedingten Todesfälle weltweit auf China zurückzuführen.

Zu den größten Gefahren im Bergbau gehören Gasexplosionen und Dacheinstürze. Obwohl die Risiken in der heutigen Zeit geringer sind, bestehen sie immer noch. Auch defekte Bergbaumaschinen, Überschwemmungen, Staubexplosionen und Brände verursachen jedes Jahr zahlreiche Zwischenfälle. In China beispielsweise sind mangelnde Sicherheitsvorschriften für viele, wenn nicht die meisten aller Bergbauunfälle verantwortlich. Viele der Minen arbeiten ohne Sicherheitslizenz und beschäftigen unerfahrene Arbeiter. Neben äußeren Gefahren birgt der Bergbau auch eine Reihe von Gesundheitsrisiken. Chronische Lungenerkrankungen wie die Pneumokoniose sind seltener als früher, kommen aber immer noch vor. Einige Gase, darunter Kohlendioxid, Stickstoff und Schwefel, kommen in Bergwerken häufig vor und können zum Ersticken führen. Viele dieser Gase sind auch explosiv.

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