Was ist Baubuchhaltung?

Während es sich bei der typischen Buchhaltung um das Sammeln, Organisieren und Analysieren von Daten handelt, die den finanziellen Zustand eines Unternehmens veranschaulichen, handelt es sich bei der Baubuchhaltung um eine Art projektbasierte Buchhaltung. Dies bedeutet, dass sich Fachleute in diesem Bereich eher auf bestimmte Projekte konzentrieren, die hinsichtlich Budget, Ressourcen und für die Fertigstellung erforderlicher Zeit variieren können, als auf unternehmensweite Finanzdaten. Insbesondere die Baubuchhaltung konzentriert sich auf Themen wie Ausrüstung, Verträge und Budgets, die im Laufe der Zeit steigen oder sinken können.

Ein Fachmann in diesem Bereich ist häufig für die Ermittlung der mit einem Projekt verbundenen direkten und indirekten Kosten verantwortlich. Direkte Kosten beziehen sich auf Arbeitskräfte, Materialien und andere Faktoren, die sich direkt auf den Fortschritt und die Gesamtkosten eines Projekts auswirken. Zu den indirekten Kosten können hingegen Faktoren wie Versicherungen und Ausrüstungskosten gehören.

Ein wichtiger Bestandteil der Baubuchhaltung ist die Bewertung von Fahrzeugen und Geräten, die zur Fertigstellung eines Projekts verwendet werden könnten. Ein Buchhalter in diesem Beruf bewertet in der Regel Geräte und Fahrzeuge, die als Anlagevermögen dienen. Das bedeutet, dass sie einen Wert haben, der nicht einfach gegen Bargeld eingetauscht werden kann. Ein Baubuchhalter kann dafür verantwortlich sein, den Wert dieser Vermögenswerte zu ermitteln, indem er die Wirksamkeit und die Kosten jedes einzelnen Ausrüstungsteils berücksichtigt und außerdem prüft, ob die Ausrüstung Eigentum des Bauunternehmens ist oder von einem anderen Unternehmen geleast wird.

Viele Bauprojekte umfassen mehrere unterschiedliche Verträge. Ein Fachmann für Baubuchhaltung ist oft dafür verantwortlich, den Überblick über diese Verträge zu behalten und die Termine und Abrechnungen für jeden Vertrag zu notieren. Auch die Methoden zur Berechnung des Arbeitseinkommens werden durch Verträge beeinflusst. Bei einigen Bauverträgen kann es beispielsweise erforderlich sein, dass Buchhalter die Einnahmen in verschiedenen Phasen der Fertigstellung eines Projekts berechnen müssen, während bei anderen Verträgen Berechnungen möglicherweise erst dann erforderlich sind, wenn ein Auftrag abgeschlossen ist oder kurz vor der Fertigstellung steht.

Budgets neigen dazu, sich während Bauprojekten häufig zu ändern. Unvorhergesehene Umstände können sich oft auf die Zeit auswirken, die für die Erledigung eines Auftrags benötigt wird, was wiederum dazu führen kann, dass der Auftrag teurer wird und ein größeres Budget erfordert. Aus diesem Grund müssen Fachleute, die Baubuchhaltung betreiben, in der Regel über die Entwicklungen auf dem Laufenden bleiben und fortlaufende Berechnungen durchführen, um den finanziellen Status eines Bauprojekts zu bestimmen.

Eine Reihe von Variablen, die bei der Baubuchhaltung eine Rolle spielen, wie z. B. Budgetänderungen, potenzielle Schäden an der Ausrüstung und schlechtes Wetter, erfordern die Erstellung einer Reihe von Schätzungen durch einen Fachmann auf diesem Gebiet. Aus diesem Grund birgt die Baubuchhaltung Risiken, die mit anderen Buchhaltungsformen nicht verbunden sind. Während Finanz- und Managementbuchhalter mit Bilanzen arbeiten, die auf Vermögenswerten und Cashflows basieren, arbeiten Baubuchhalter mit Schätzungen und Prognosen, die sich häufig ändern können.

Asset-Smart.

Go up
Möchten Sie den gesamten Artikel lesen?