Was ist ein Auslegerkran?

Ein Auslegerkran ist ein Krantyp, der einen montierten Ausleger zum Heben, Bewegen und Senken von Material verwendet. Der Arm, der senkrecht oder in einem spitzen Winkel nach oben an einer Säule oder Wand montiert ist, kann sich entlang seiner Mittelachse in einem begrenzten Bogen oder Vollkreis drehen. Ein Schwenkkran wird häufig in industriellen Umgebungen wie Lagerhallen und Docks zum Be- und Entladen von Containern eingesetzt.

Die Geschichte des Schwenkkrans reicht bis ins antike Griechenland zurück, wo sich erstmals das Konzept verbreitete, einen mechanischen Arm zum Heben von Gegenständen zu verwenden. Später übernahmen die Römer die Technologie und wandten sie beim Bau von Straßen, Aquädukten und anderen Ingenieurprojekten an. Kräne wurden verfeinert, blieben aber bis zur industriellen Revolution und der Einführung der Dampfmaschine im 19. Jahrhundert weitgehend identisch mit klassischen Konstruktionen. Mit immer größeren Bauprojekten an Land und auf See sowie den wachsenden Anforderungen immer komplexer werdender Fabriken und Reedereien entwickelten sich in dieser Zeit auch Krane in Größe und Komplexität weiter.

Die grundlegende Grundlage des Krans ist das Konzept des mechanischen Vorteils. Beim mechanischen Vorteil geht es darum, dass eine Maschine, beispielsweise eine Riemenscheibe, die auf sie ausgeübte Kraft um einen bestimmten Faktor vervielfachen kann. Aus diesem Grund ist es zum Beispiel möglich, dass ein einzelner Mann einen Flaschenzug verwendet, um die gleiche schwere Kiste anzuheben, wie es ein Team von Männern tun würde, um sie direkt anzuheben. Kräne verfügen über eine Vielzahl von Riemenscheiben mit anderen einfachen Maschinen wie Zahnrädern und Hebeln, um die Hubkapazität erheblich zu erhöhen.

Bei einem modernen Kran ist ein starkes Metallkabel um die Enden der Auslegerstütze gewickelt, wobei das Kranende normalerweise mit einem Haken oder Elektromagneten und das andere Ende mit einer Winde verbunden ist. Wenn die Winde aktiviert ist, erzeugen die Riemenscheiben eine Hubkraft, die der tatsächlich von der Winde ausgeübten Kraft multipliziert mit der Anzahl der um die Riemenscheiben gewickelten Seillängen entspricht. Bei vielen Auslegerkranen kann das Hebezeug entlang der Länge des Auslegers ein- und ausgefahren werden, was eine noch größere Bewegungsflexibilität bietet.

Auslegerkrane sind nicht auf feste Standorte beschränkt und können für den Einsatz auf temporären Baustellen oder bei militärischen Einsätzen auf einem mobilen Fahrgestell montiert werden. Diese Kräne opfern häufig ihre Tragfähigkeit zugunsten der Mobilität. Im Gegensatz zu stationären Auslegern, die fest verankert sind, sind Ausleger für einen mobilen Auslegerkran unerlässlich, um die Stabilität unter Last aufrechtzuerhalten.

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