Was ist ein Bypassventil?

Ein Shunt-Ventil ist Teil eines ventrikuloperitonealen (VP) Shunts, der zur Behandlung von Erkrankungen wie Hydrozephalus eingesetzt wird. Hydrozephalus ist eine Erkrankung, bei der es zu einer abnormalen Ansammlung von Liquor cerebrospinalis (CSF) kommt, der klaren Flüssigkeit, die im Gehirn und Rückenmark im Schädel zirkuliert. Große Flüssigkeitsmengen in den engen Bereichen des Schädels können den Druck im Kopf erhöhen und eine Kompression des Gehirns verursachen. Normalerweise muss ein VP-Shunt platziert werden, um diesen Druck zu entlasten, indem überschüssige Flüssigkeit im Gehirn an andere Stellen im Körper abgeleitet wird. Das Vorhandensein des Shunt-Ventils ermöglicht die Regulierung der Menge an Liquor, die aus dem Gehirn abgeleitet wird.

Neurochirurgen sind Ärzte, die häufig chirurgische Eingriffe am Gehirn durchführen. Pädiatrische Neurochirurgen sind meist diejenigen, die Operationen in pädiatrischen Fällen durchführen, beispielsweise bei Kindern mit angeborenem Hydrozephalus. Ein angeborener Hydrozephalus tritt häufig während der Geburt auf und die betroffenen Babys weisen häufig einen vergrößerten Kopf auf. Dies kann auf Infektionen zurückzuführen sein, die sich die Mutter während der Schwangerschaft zugezogen hat.

Der Neurochirurg operiert normalerweise am Gehirn, um den Shunt zu platzieren, der aus dem Shunt-Ventil und zwei dünnen Schläuchen oder Kathetern besteht. Einer der flexiblen Schläuche wird in das Gehirn des Patienten implantiert und der andere wird in der Herzkammer, der Bauchhöhle oder in den Räumen um die Lunge platziert. Ein Shunt-Ventil, das an den beiden Schläuchen befestigt ist, wird üblicherweise hinter dem Ohr des Patienten platziert. Da sich im Gehirn weiterhin Flüssigkeit ansammelt, steigt der Innendruck. Das Ventil öffnet sich dann und leitet die überschüssige Flüssigkeit zur anderen Stelle ab.

Es gibt zwei Arten von Hydrozephalus-Shuntventilen, die am häufigsten verwendet werden. Eines ist ein Bypassventil mit einstellbarem Druck und das andere ist ein Bypassventil mit festem Druck. Der einstellbare Typ ermöglicht es dem Neurochirurgen, die Druckeinstellung anzupassen, ohne dass ein weiterer chirurgischer Eingriff erforderlich ist. Mit dem Shunt-Ventil mit festem Druck legt der Neurochirurg während der Shunt-Implantation die Druckeinstellungen fest.

Der Neurochirurg wählt die Art der Shunt-Klappe basierend auf der Art des Hydrozephalus und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten aus. Diese Bypassventile sollen den Liquorfluss regulieren und eine Über- oder Unterentleerung verhindern. Wenn es zu einem übermäßigen Flüssigkeitsabfluss kommt, können beim Patienten verschiedene Symptome auftreten, darunter Kopfschmerzen, die sich beim Stehen verschlimmern, Übelkeit und Erbrechen, Doppelbilder und Schläfrigkeit. Wenn andererseits der überschüssige Liquor nicht abgelassen wird, wird das Gehirn nicht von der Kompression entlastet und der Patient leidet unter periodischen Kopfschmerzen, verminderter geistiger Funktion, Schläfrigkeit, Übelkeit und Erbrechen.

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