Was ist ein flüssiges Lösungsmittel?

Ein flüssiges Lösungsmittel ist jede Art von Flüssigkeit, die dazu dient, eine andere Flüssigkeit, ein Gas oder ein festes Material aufzulösen, um eine Mischung zu erzeugen, die als Lösung bezeichnet wird. Wasser ist das häufigste flüssige Lösungsmittel in der Natur und das am häufigsten in der Industrie verwendete Lösungsmittel. Es gibt viele andere Arten von Lösungsmitteln, die ebenfalls kommerziell verwendet werden. Die meisten sind organisch, das heißt, es handelt sich um Chemikalien, die auf molekularen Bindungen des Elements Kohlenstoff aufbauen.

Dipropylenglykol ist ein Beispiel für ein in der Industrie häufig verwendetes organisches Lösungsmittel. Die Solvabilitätsbewertung einer Chemikalie oder ihre Fähigkeit, sich leicht mit anderen Chemikalien zu mischen, bestimmt oft ihre Verwendung als flüssiges Lösungsmittel. Kommerziell werden Lösungsmittel häufig als Weichmacher bei der Herstellung verschiedener Kunststoffverbindungen verwendet, wo sie dazu dienen, den Kunststoff etwas flexibler und weicher zu machen, und hier haben die meisten organischen Lösungsmittel einen industriellen Wert. Je vielseitiger ein flüssiges Lösungsmittel ist, desto häufiger wird es verwendet, und Dipropylenglykol wird als Mischkomponente in allen Bereichen verwendet, von Beizen und Farben bis hin zu Hydraulikflüssigkeiten. Viele Chemikalien, die in flüssiger Form aufgetragen werden und dann schnell trocknen sollen, wie z. B. Lösungsmitteltinten, verwenden häufig Zwischenchemikalien, die eine hohe Flüchtigkeit aufweisen und schnell verdunsten, wie z. B. Dipropylenglykol.

Lösungsmittel können oft ein Gesundheitsrisiko darstellen, da viele von ihnen chemische Bestandteile gefährlicher Verbindungen wie Benzol enthalten. Die wichtigste und weit gefasste Definition eines organischen Lösungsmittels besteht jedoch darin, dass es in seiner Struktur mindestens ein Kohlenstoffatom und ein Wasserstoffatom aufweist. Dazu gehören viele alkoholbasierte Lösungsmittel wie Methanol und Isopropylalkohol. Acetate sind eine weitere häufige Form flüssiger Lösungsmittel, die relativ ungiftig sind und auf Estern der Essigsäure wie Butylacetat basieren. Sie können eine recht einfache Molekülstruktur wie Ethylacetat mit der chemischen Formel CH3COOCH2CH3 haben.

Jedes in der Industrie hergestellte flüssige Lösungsmittel weist eine Reihe gemeinsamer Eigenschaften auf. Dazu gehören Flüchtigkeit, da es sich häufig um Chemikalien handelt, die einen Prozess wie die Verdunstungsreinigung erleichtern sollen, Lipophilie oder die Fähigkeit, fettähnliche Verbindungen aufzulösen, und niedriges Molekulargewicht, sodass sie sich leicht mit anderen Chemikalien vermischen. . Organische Lösungsmittel passen gut in diese Kategorien und können ein breites Spektrum an Verbindungen lösen, von Ölen und Fetten bis hin zu Harzen und Gummi.

Die Steinkohlenteerindustrie des späten 19. Jahrhunderts begann mit der Produktion organischer Lösungsmittel. Kohlenteer ist eine viskose schwarze Flüssigkeit, die bei der Destillation von Kohle entsteht und Chemikalien enthält, die in vielen Lösungsmitteln wie Benzol und Phenolen vorkommen. Chlorierte Lösungsmittel haben im 20. Jahrhundert viele dieser Verbindungen ersetzt, sie enthalten jedoch ebenso giftige Elemente und können bei der Verbrennung krebserregende Dioxinverbindungen erzeugen.

Im Allgemeinen kann die Beschaffenheit jedes flüssigen Lösungsmittels ein breites Spektrum sicherer oder gefährlicher chemischer Gruppen umfassen. Aufgrund ihrer Neigung, leicht in die Luft zu verdunsten oder über die Haut absorbiert zu werden, stellen die meisten davon eine gewisse Gesundheitsgefährdung für Arbeitnehmer dar, die ihnen ausgesetzt sind, sowie für Menschen, die dort leben, wo sie möglicherweise Grundwasserverschmutzung verursachen. oder aus der Luft Bis 2011 wurden viele tausend Arten flüssiger Lösungsmittel hergestellt, aber wie bei den meisten Chemikalien wurde nur eine kleine Minderheit davon einzeln oder zusammen auf ihre inhärenten Gesundheitsrisiken getestet.

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