Was ist ein industrieller Lebenszyklus?

Ein Branchenlebenszyklus besteht aus einer Reihe von Entwicklungsphasen, die eine Branche vom Zeitpunkt ihrer Entstehung bis zu ihrem endgültigen Niedergang durchläuft. Wie biologische Lebenszyklen sind auch Industrielebenszyklen unvermeidlich und können leicht verfolgt und projiziert werden. Innovationen und andere Maßnahmen können den Lebenszyklus einer Branche verlängern, aber letztendlich müssen Unternehmen bereit sein, sich an Veränderungen im Geschäfts-, Branchen- und Wirtschaftsklima anzupassen. Ohne Flexibilität können Unternehmen bankrott gehen, wenn der Branchenlebenszyklus sie einholt.

In den frühen Phasen des Branchenlebenszyklus entwickelt sich eine Branche. Möglicherweise gibt es ein paar kleine Unternehmen, die daran arbeiten, ein gemeinsames Ziel zu erreichen und neue Produkte zu entwickeln. Mit radikalen Überarbeitungen bestehender Produkte oder völlig neuen Produkten erobert sich die Branche eine Nische. In diesen Phasen können erhebliche Investitionen in die Entwicklung getätigt werden und Entscheidungen der Entwickler können nachhaltige Auswirkungen auf Industriestandards haben.

In der Innovationsphase beginnen sich dominante Produktdesigns herauszubilden und einzelne Unternehmen arbeiten daran, den Produktionsprozess ihrer Produkte zu erneuern. Unternehmen entwickeln auch Möglichkeiten, ihre Produkte und Dienstleistungen von denen anderer Unternehmen abzuheben, indem sie neue und unterschiedliche Merkmale bieten. Verbraucher können als Reaktion auf Unternehmensinnovationen eine Markentreue entwickeln, und neue Unternehmen betreten das Feld, nachdem sie den Erfolg der Branche beurteilt haben.

Als nächstes kommt die Phase, die als Shakeout- oder Kostenphase bezeichnet wird. In dieser Phase tauchen Eintrittsbarrieren auf und bestehende Unternehmen der Branche verfeinern profitable Produktionsmethoden und halten ihre Kosten niedrig, während neue Unternehmen um den Markteintritt kämpfen. Kleinere Unternehmen können aus dem Geschäft gedrängt werden, weil sie nicht mithalten können, und dominante Designs, die in der Innovationsphase eingeführt wurden, etablieren sich. Fusionen und Übernahmen sind in dieser Phase an der Tagesordnung und die Branche konsolidiert sich stark.

In einer ausgereiften Branche gibt es mehrere etablierte Unternehmen, die im Gegensatz zu Innovationen und der Entwicklung neuer Produkte auf Gewinne ausgerichtet sind. Diese Unternehmen sind die Hauptlieferanten der Industrieprodukte und dominieren den Markt. Schließlich setzt der Niedergang der Branche ein, die letzte Phase im Lebenszyklus der Branche. Während des Niedergangs sind Industrien für die moderne Welt nicht mehr relevant und Unternehmen müssen sich verändern oder scheitern. Dies kann auf Produktinnovationen zurückzuführen sein, die den Kern einer Branche überflüssig machen, oder auf andere Veränderungen im Finanz- oder Industrieklima.

Mit Abschluss des Branchenlebenszyklus bieten sich versierten Investoren, Erfindern und Innovatoren zahlreiche Möglichkeiten. Unternehmen, die in der Lage sind, sich neu zu erfinden und nach ihrer Gründung weiterhin neue Produkte und Innovationen zu entwickeln, überstehen mit größerer Wahrscheinlichkeit einen Branchenlebenszyklus, ebenso wie Unternehmen mit der Fähigkeit, in neue Branchen zu expandieren.

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