Was ist ein Klimakanal?

Ein Klimakanal ist eine Art Rohr oder Tunnel, der zur Luftverteilung durch eine Struktur dient. Kanalsysteme, sogenannte Leitungen, sind ein zentraler Bestandteil des Heizungs-, Lüftungs- und Klimasystems (HLK) eines Gebäudes. In den meisten Systemen ist nur ein Kanalsystem vorhanden, das im Sommer kühle Luft und im Winter warme Luft transportiert, zusammen mit der Luft, die für den allgemeinen Lüftungsbedarf benötigt wird. Kanalklimaanlagen werden nur mit zentralen Luftgeräten verwendet und sind für Häuser, die auf Split-Systeme oder kanallose Klimaanlagen angewiesen sind, nicht erforderlich.

Um die Funktion des Klimakanals zu verstehen, müssen Sie zunächst verstehen, wie ein zentrales Luftsystem funktioniert. Zunächst saugt ein System aus Ansauggittern oder Lamellen frische Außenluft in die zentrale Lufteinheit. Die Luft wird abgekühlt und anschließend in ein Kanalsystem eingeblasen, wo sie auf verschiedene Räume verteilt wird. Kühle Luft gelangt über Luftdurchlässe, die am Ende jeder Kanalleitung installiert sind und normalerweise die Form von Diffusoren oder Gittern haben, in die Räume. Dieses Kanalnetz, das kühle Luft vom Gerät in jeden Raum transportiert, wird als Versorgungskanalsystem bezeichnet.

Um einen relativ stabilen Luftdruck in jedem Raum aufrechtzuerhalten, muss natürlich etwas Luft entfernt werden, um Platz für diese frische Zufuhr kühler Luft zu schaffen. Ein zweiter Kanalsatz, Rücklaufkanal genannt, dient dazu, die heißeste Luft aus jedem Raum zur Kühlung zurück zur Klimaanlage zu transportieren. Luft gelangt durch Abluftgitter oder Register in jedem Raum in die Rückführungskanäle. Es gelangt zurück zum Gerät, wo es zur Weiterverteilung leichter gekühlt oder außerhalb des Hauses abgegeben und gegen frische Luft ausgetauscht werden kann.

Der Klimakanal wird anhand seiner Größe, Form und seines Materials ausgewählt. Die Größe eines Kanals richtet sich nach dem Luftdruck im Haus, der Art der verwendeten HVAC-Geräte und dem Kühlbedarf der Bewohner. Rundkanäle gelten als die effizientesten, da sie eine größere Luftbewegung pro Kanaleinheit ermöglichen, werden jedoch selten verwendet. Stattdessen verlassen sich Bauherren auf quadratische oder rechteckige Leitungen, die leichter in schmale Decken und Wandhohlräume passen. Der Spiralkanal ähnelt einem Wellrohr und ist die am wenigsten effiziente der drei Formen, wird jedoch häufig aufgrund seines Aussehens gewählt, wenn der Kanal freiliegt.

Für die Herstellung von Klimakanälen werden drei Grundmaterialien verwendet. Verzinkter Stahl wurde in der Vergangenheit aufgrund seiner Festigkeit und Beständigkeit gegen Rost und Korrosion am häufigsten verwendet. Obwohl Stahl immer noch das Material der Wahl ist, ist er mit einem hohen Maß an Luftleckage verbunden, die zu einem Ungleichgewicht im System führen kann. Bei kurzen Strecken oder an Übergangsstellen werden häufig flexible Kanäle aus kunststoffbeschichteten Drahtrahmen eingesetzt, um Druckverluste zu reduzieren. Gewebekanäle erfreuen sich aufgrund ihrer schnellen Installation, gleichmäßigen Luftverteilung und ansprechenden Optik immer größerer Beliebtheit.

Wenn Metallkanäle verwendet werden, werden diese häufig isoliert, um Geräusche zu reduzieren und die Kondensation zu minimieren. Eine Isolierung kann auch dazu beitragen, zu verhindern, dass Rohrleitungen Luft in das Haus saugen, was zu ungleichmäßigen Temperaturniveaus und Energieverschwendung führt. Viele Metallkanäle sind entlang der Innenwände mit einer Isolierung ausgestattet. Klimakanäle ohne integrierte Auskleidung werden häufig mit Glasfaser oder einer ähnlichen Isolierung umwickelt. Allerdings kann diese zusätzliche Rohrummantelung bei der Installation in engen Räumen problematisch sein, da sie die Größe des Rohrs auf jeder Seite um mehrere Zoll vergrößern kann.

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