Was ist ein Propan-Magnetventil?

Ein Propan-Magnetventil ist die Betätigungskomponente von Ventilen, die als automatische oder ferngesteuerte Durchflussregelung in Propangassystemen eingesetzt werden. Typischerweise handelt es sich bei diesen Einheiten um integrale, einteilige Baugruppen, bestehend aus der Magnetkomponente, die an einem Gasventil aus Messing oder Edelstahl montiert ist. Magnetkomponenten sind im Allgemeinen versiegelte Einheiten, die so konzipiert sind, dass die Gefahr einer Funkenentzündung durch Propangas minimal ist. Die Propan-Magnet- und Ventilbaugruppe wird normalerweise sehr nahe an der Propanquelle montiert, wodurch der Bereich des Systems, der bei geschlossenem Ventil mit Gas überflutet wird, kleiner wird. Diese Nähe zur Gasquelle erfordert eine sorgfältige Auswahl des richtigen Magnetventils und der zugehörigen Sicherheitsausrüstung, um Explosions- und Brandgefahren zu minimieren.

Propangassysteme, die in Schiffs-, Wohnmobil-, Haushalts- und Industrieheizungsanwendungen verwendet werden, verfügen normalerweise über mindestens ein Absperrventil in der Nähe der Gasquelle. In vielen Fällen handelt es sich dabei um ein einfaches manuell betätigtes Ventil, das sich in der Hauptgasauslassleitung befindet. In einigen Fällen ist jedoch eine automatische oder ferngesteuerte Abschaltung erforderlich, sodass das restliche System nur dann mit Gas versorgt wird, wenn es benötigt wird. Hierbei handelt es sich um eine Sicherheitsmaßnahme, mit der die Propanmenge im System bei Inaktivität minimiert werden soll. In diesen Anwendungen ist ein Propan-Magnetventil die am häufigsten verwendete Lösung.

Bei diesen Ventilbaugruppen handelt es sich typischerweise um einteilige Einheiten, die aus einer Teller- oder Membranventilbaugruppe aus Messing oder Edelstahl mit einer integrierten, am Ventil montierten Magnetkomponente bestehen. Der Magnet funktioniert auf die gleiche Weise wie alle anderen und besteht aus einer statischen Spule und einem beweglichen, federbelasteten Eisenmetallkolben. Wenn die Spule mit einem geeigneten elektrischen Strom versorgt wird, wird um sie herum ein starkes Magnetfeld erzeugt. Dieses Magnetfeld zieht den Kolben an und drückt ihn schnell in Richtung der Spule. Wenn die Stromversorgung des Magnetventils unterbrochen wird, bringt die Feder den Kolben in seine neutrale oder inaktive Position zurück.

Der Propan-Magnetkolben ist mit dem Ventilschaft verbunden, der wiederum den Teller oder die Membran aufsetzt oder öffnet und so das Ventil effektiv öffnet oder schließt. Die Magnetbaugruppe ist normalerweise in einem versiegelten Kunststoff- oder Aluminiumkasten mit vormontierten Spulenleitungen untergebracht. Dadurch wird das Risiko minimiert, dass freiliegende Verbindungen bei Vorhandensein einer potenziell explosiven Mischung aus Propan und Luft eine Funkenzündungsgefahr darstellen. Obwohl es dieser Sicherheitsvorschrift zu widersprechen scheint, wird das Propan-Magnetventil im Allgemeinen so nah wie möglich an der Gasquelle angebracht. Dies ist tatsächlich der sicherste Ort, da dadurch der Bereich der Systemleitungen, der sich bei geschlossenem Ventil mit Gas füllt, effektiv reduziert wird.

Allerdings besteht bei allen elektrischen Geräten ein gewisses Explosionsrisiko, wenn sie in der Nähe von brennbaren Gasen verwendet werden. Aus diesem Grund wird dringend empfohlen, die Propan-Magnetventile immer in gutem Zustand und richtig dimensioniert zu halten, um eine Überhitzung der Spule zu verhindern. Es sollten auch andere ausfallsichere Geräte verwendet werden, die die Gaszufuhr unterbrechen, wenn die Zündflammen erlöschen, beispielsweise solche, die eine gefährliche Gasansammlung verhindern.

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