Was ist Polyethylenfolie?

Polyethylenfolie ist ein Harzmaterial mit thermoplastischen Eigenschaften, das durch die oxidative Polymerisation von Ethylengas synthetisiert wird. Der bei der Herstellung verwendete Druck variiert je nach Dichte und Schmelzpunkt des verwendeten neuen Polymerharzes. Am häufigsten werden Polyethylenfolien durch ein Verfahren hergestellt, das als Blasfolienextrusion bekannt ist. Dabei wird Polymerharz bis zum Fließpunkt geschmolzen und dann durch eine Düse extrudiert, um einen Kunststoffschlauch herzustellen. Während das Polyethylen noch flexibel ist, wird der Schlauch an einem Ende verschlossen und dann aufgeblasen, um die Folie aufzublasen und auf die gewünschte Länge und Dicke zu dehnen. Die Dicke der Polyethylenfolie kann bis zu 10,16 Mikrometer (0,004 Zoll) betragen.

Die Einführung dieser Folie galt als bahnbrechend hinsichtlich ihrer Anwendung in der Verpackungsindustrie. Insbesondere hat es sich auf dem Markt für flexible Verpackungen als sehr wertvoll erwiesen. Tatsächlich hat es den Löwenanteil des Kunststoffverpackungssegments erobert, das hauptsächlich aus Beuteln und Verpackungsmaterial besteht, die der Lagerung oder dem Umweltschutz dienen. Dazu gehören Plastikfolien zum Schutz landwirtschaftlicher Nutzpflanzen sowie gewöhnliche Küchenfolien zur Konservierung von Lebensmitteln. Natürlich ist Polyethylenfolie auch bei der Herstellung von Beuteln unverzichtbar, von Schutzhüllen für die chemische Reinigung bis hin zu Müll- und Einkaufstüten.

Ein Grund dafür, dass Polyethylenfolie alle anderen bisher für Verpackungen verwendeten Materialien dominiert, ist ihre Fähigkeit, sich bei kontrollierter Hitze selbst zu versiegeln. Schrumpffolie zum Beispiel schützt Gegenstände, indem sie bei Hitzeeinwirkung buchstäblich um sie herum schrumpft und eine Versiegelung bildet. Diese Fähigkeit macht diese Folie ideal für die Herstellung von manipulationssicheren Verpackungen sowie für die Versiegelung elektrischer Leitungen. Darüber hinaus können Polyethylenplatten vernäht, geheftet oder sogar verklebt werden.

Polyethylenfolie wird auch häufig in der Agrarindustrie verwendet und bietet dort vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Einerseits dient es dem Schutz von Nutzpflanzen und Saatgut vor Schädlingen und Krankheiten. Dieses Material trägt außerdem dazu bei, das Entweichen von Feuchtigkeit und Wärme zu verhindern.
Während die meisten Menschen mit Polyethylenfolie aufgrund ihrer Präsenz in vielen Verbraucherprodukten vertraut sind, gibt es einige weniger bekannte Anwendungen. Tatsächlich wird es häufig im Baugewerbe verwendet. Sie dient nicht nur als Plane zum Schutz von Baugeräten und -materialien, sondern wird auch im strukturellen Inneren von Gebäuden angebracht, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern. Die Polyethylenfolie dient auch als Decke zur Förderung der Aushärtung von Betonplatten.

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