Was ist Stromverteilung?

Stromverteilung ist ein Prozess, der dazu dient, Strom von den Orten, an denen er erzeugt wird, zu den Menschen zu transportieren, die ihn benötigen. Die Verteilung erfolgt über ein System, das als Stromnetz oder einfach „Gitter“ bekannt ist und darauf ausgelegt ist, Strom ständig verfügbar zu halten, damit er den Bedarf decken kann. Die Verwaltung des Stromnetzes ist eine äußerst herausfordernde und anspruchsvolle Aufgabe, und in einer Reihe von Ländern wurden zu Beginn des 21. Jahrhunderts Bedenken geäußert, dass die bestehende Stromverteilungsinfrastruktur möglicherweise nicht mit der sich ändernden Nachfrage Schritt halten könnte.

Der Stromverteilungsprozess beginnt in der Anlage, in der der Strom erzeugt wird. Zur Stromerzeugung können verschiedene Techniken eingesetzt werden, bei denen es sich bei den meisten um den Antrieb einer Turbine handelt, sei es mit Wind, Wasser oder Dampf. Sobald der Strom erzeugt ist, wird er zu einem Umspannwerk transportiert, wo die Spannung „erhöht“ wird, um durch die Hochspannungsübertragungsleitungen zu fließen. Diese Leitungen sind mit anderen Umspannwerken verbunden, die die Spannung herabsetzen, um sie für den häuslichen und industriellen Gebrauch sicher zu machen. Von diesen Umspannwerken verlaufen Stromleitungen zu verschiedenen Verbrauchern.

Stromnetze sind eng miteinander verbunden. Dadurch sollen der Wachs- und Nachfragerückgang über ein weites System verteilt werden, sodass, wenn jemand an einem Ort die Klimaanlage auf Hochtouren laufen lässt, Strom, der nicht von jemand anderem an einem anderen Ort verbraucht wird, dorthin geleitet werden kann um das Bedürfnis zu befriedigen. Die Steuerung der Stromverteilung ist ein Balanceakt mit dem Ziel, eine konstante Versorgung der Verbraucher zu gewährleisten, ohne das System mit zu viel Strom zu überlasten. Strom muss direkt bei der Erzeugung genutzt werden, da die meisten Speichertechniken sehr ineffizient sind.

Einzelne Netzbetreiber überwachen Angebot und Nachfrage im gesamten Netz und passen sich auf verschiedenen Ebenen ständig an veränderte Situationen an. Computergestützte Systeme überwachen außerdem das Netzwerk und sind berechtigt, bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen. Wie viele Menschen wissen, kann ein kleines Problem in einem Teil des Stromnetzes zu Problemen im gesamten Netz führen.

Beim Anschluss an das Stromverteilungsnetz wird den Kunden ein sogenannter „Standard-Service-Drop“ angeboten. Der Standard-Stromabfall bestimmt die Strommenge, die dem Kunden zur Verfügung steht. Bei Unternehmen ist der Leistungsabfall tendenziell höher, bei privaten Haushalten dagegen geringer, da sie weniger Energie benötigen. Bei Herstellern und anderen Industriekunden kommt es zu massiven Serviceausfällen, und einige nutzen auch dezentrale Erzeugungssysteme, wie z. B. Kraftwerke vor Ort, um ihre Stromversorgung stabil zu halten und das Netz zu entlasten.

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