Wie funktionieren Ohmmeter?

Ohmmeter sind elektrische Geräte, mit denen der Widerstand eines bestimmten Leiters gemessen wird. Dieses Messgerät arbeitet nach dem Ohmschen Gesetz, das für elektrische Stromkreise gilt. Nach diesem Gesetz ist der Strom (I), der zwischen zwei Punkten auf einem Leiter fließt, direkt proportional zur Spannung (V) oder der Potentialdifferenz zwischen den beiden Punkten. Es ist auch umgekehrt proportional zum Widerstand (R) zwischen ihnen. Daher ist mathematisch V = IR.

Um den Widerstand eines bestimmten Leiters zu messen, werden die rote und die schwarze Leitung eines Ohmmeters an den Plus- bzw. Minuspol des Leiters angeschlossen. Der Widerstand des Kabels oder Stromkreises wird durch eine Nadel angezeigt, die auf der Skala des Geräts gleitet. Diese Messgeräte messen den Widerstand in Ohm, angegeben durch den großen griechischen Buchstaben Omega oder Ω.

Ein Ohmmeter sollte niemals an eine Spannungsquelle angeschlossen werden, da dies zu Schäden am Gerät führen kann. Dies liegt daran, dass das Gerät bereits über eine Quelle verfügt, die Spannung liefert, um den Widerstand eines bestimmten Leiters zu messen. Der Widerstand wird anhand des Spannungsabfalls an den Leiterklemmen gemessen. Bei einem analogen Messgerät zeigt das linke Ende der Skala den unendlichen Widerstand und das rechte Ende den Nullwiderstand an.

Ein einfaches analoges Gerät besteht aus einer Batterie, die als Spannungsquelle dient und an ein bewegliches Messgerät angeschlossen ist. Dieser Kombination ist zusätzlich ein variabler Widerstand in Reihe geschaltet, damit der Zeiger genau einen Vollausschlag anzeigt und nicht über die Null-Widerstandsmarke hinausrutscht. Dieser Widerstand begrenzt außerdem den Strom und korrigiert Spannungsabfälle, die durch Batteriealterung verursacht werden. Analoge Ohmmeter müssen vor der Verwendung kalibriert werden, während sich digitale Ohmmeter in der Regel selbst kalibrieren können.

Um ein analoges Messgerät zu kalibrieren, müssen beide Leitungen zusammengehalten werden. Der Einstellknopf hilft beim Einstellen des variablen Widerstands. Es muss manuell gedreht werden, damit die Nadel Null Widerstand anzeigt; mit anderen Worten, die Nadel liegt nun ganz rechts. Dieser Schritt wird als „Nullstellen“ des Messgeräts bezeichnet und muss jedes Mal wiederholt werden, bevor der Widerstand eines Kabels oder Stromkreises gemessen wird. Bei einem digitalen Gerät zeigt das Zusammenhalten der Leitungen 0 Ω an, was für Ihre Kalibrierung ausreichend ist.

Zusätzlich zur Widerstandsmessung können Ohmmeter zur Überprüfung der Kontinuität einer elektrischen Verbindung verwendet werden. Wenn die Nadel beispielsweise ganz links auf der Skala auf einem unendlichen Widerstand ruht, bedeutet dies, dass im Stromkreis kein Durchgang besteht. Dies bedeutet, dass es einen offenen Punkt im Stromkreis gibt. Wenn andererseits der gemessene Widerstandswert Null ist oder deutlich unter dem erwarteten Wert liegt, deutet dies auf einen Kurzschluss im Stromkreis hin.

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