Wie ist das Gas/Öl-Verhältnis?

Das Gas-zu-Öl-Verhältnis bezieht sich auf die relativen Mengen an Öl und Erdgas, die gleichzeitig aus dem Boden entnommen werden. Erdgas kann sich in einer nahegelegenen Lagerstätte befinden oder in einer Lösung mit Rohöl vorliegen. Wenn Öl an die Oberfläche steigt, entweicht ein Großteil des Erdgases aus der Lösung. Aus den resultierenden Volumina der beiden Stoffe lässt sich das Gas/Öl-Verhältnis ermitteln. Wenn die in einem Ölfeld vorhandenen Lagerstätten ein extrem hohes Gas-Öl-Verhältnis aufweisen, werden die daraus resultierenden Bohrstellen oft als Gasbohrungen bezeichnet.

Öl und Erdgas sind zwei fossile Brennstoffe, die eng miteinander verbunden sind, und wenn man den einen findet, findet man auch den anderen. In den meisten Rohölvorkommen ist eine gewisse Menge Erdgas vorhanden, obwohl das Gas/Öl-Verhältnis zwischen den Feldern stark variieren kann. In einigen Fällen verfügt ein Ölfeld nur über sehr wenig Erdgas, in anderen Fällen befinden sich Gasfelder möglicherweise ohne zugehörige Ölvorkommen. Wenn Erdgas in und um Erdöl herum vorhanden ist, spricht man von Begleitgas. Getrennte Lagerstätten werden als nicht assoziiertes Gas bezeichnet und oft als wirtschaftlich wünschenswerter angesehen.

Wenn Öl aus dem Boden gefördert wird, neigt das damit verbundene Erdgas dazu, aus der Lösung zu entweichen. Typischerweise wird sofort eine große Menge Gas freigesetzt, obwohl der Prozess über jeden Transport- und Verarbeitungsschritt hinweg fortgesetzt werden kann. Wenn Erdgas aus der Lösung austritt und das Gas/Öl-Verhältnis sinkt, nimmt das Ölvolumen natürlich ab. Dies könnte dazu führen, dass weniger Öl für den Export oder die Verarbeitung zur Verfügung steht, als aus dem Boden gefördert wurde, wenn die Volumenzahlen unmittelbar nach der Förderung untersucht werden. Aus diesem Grund kann es wichtig sein, genau zu bestimmen, wo in der Lieferkette die Volumenmessung durchgeführt wurde.

In vielen Fällen gelten Bohrlöcher mit einem hohen Gas/Öl-Verhältnis als wirtschaftlich unerwünscht. In der Vergangenheit wurde Begleitgas vor Ort abgefackelt oder abgefackelt, da es wirtschaftlich nicht machbar war, es aufzufangen und zu verarbeiten. In diesem Bereich wurden Entwicklungen durchgeführt, die es Bohrlöchern mit hohem Gas/Öl-Verhältnis ermöglicht haben, Erdgas zu monetarisieren oder es zurück in das Bohrloch zu injizieren, um zusätzlichen Druck zu erzeugen. In einigen Fällen wird das Gas vor Ort als Brennstoff für den Betrieb von Generatoren verwendet und nicht einfach zur Entsorgung abgefackelt.

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